Ceuta

Aufgrund dessen,Das unser Auto ein neues Visum braucht, sind wir gestern nach Ceuta gefahren.  Voll mir Vorurteilen dieser Stadt gegenüber.  Hört man doch meist nicht so positives von den beiden Enklaven Ceuta und Melillia.
So war es anfangs für mich zweckmäßig dort hin zu fahren. Urlaub sollte für mich dann anschließend beginnen.  Nun ja leider muss man an der Grenze ziemlich lange warten, was es bei nordafrikanischen Sommertemperaturen nicht gerade angenehm macht.
Aber wenn man erstmal in der Stadt ist, wird man mit unglaublich schönen Ausblicken auf die Küste belohnt.  Es führt eine Straße um die ganze Stadt rum, was bedeutet,das man die ganze Zeit das Meer sieht.  Überall kann man am kleinen Parkbuchten halten um dem Ausblick zu genießen.  Einmal in Richtung Marokko und aufs Rifgebirge und einmal Richtung Spanien und Gibraltar. Dazu immer ein schöner frischer Wind,was sie Sonne erträglich macht.
Die Stadt selbst ist mit ihren engen Straßen und dem Hafen sehr idyllisch. Abgesehen von ein paar für Spaniens Städte typischen Hochhäuser,denen ich nichts abgewinnen kann,  die aber nicht sonderlich ins Auge fallen wenn man durch die Stadt fährt, sind dies Straßen sehr schön. Man sieht mehr Marokkaner als Spanier, alle gleichermaßen freundlich.
Meine Kinder fanden die Stadt auch toll und wollen unbedingt mal zum Urlaub bleiben.  Was für mich noch sehr interessant war, War das es dort die gleichen Geschäfte wie in Deutschland gibt.  Man also auch Dinge die man in der neuem Heimat vermisst „greifbar“ hat.
Ceuta wir kommen wieder,  wenn Gott will…..

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Ein Jahr

So langsam färben sich die Felder und Wiesen von einem saftigen grün in trockenes braun. Die kühle Jahreszeit ist ohne Zweifel bald vorbei. Noch gibt es viel buntes am Wegesrand, Klatschmohn, Kamille….und viele Pflanzen die ich leider nicht kenne, viele davon sind warscheinlich gute Heilkräuter,und wieder verstärkt sich der Wunsch in mir, darüber etwas mehr zu lernen….
Durch die Ankündigung der kommenden Hitze kündigt sich auch an, dass ein Jahr meiner Auswanderung bald voll ist.
Ich kann es gar nicht glauben, so schnell ist die Zeit vergangen. Und doch fühlt sich alles so vertraut an, so als hätte ich nie woanders gelebt. Auch den Kindern geht es so. Sie sagen es natürlich nicht, aber ich fühle es.
Es gibt natürlich auch Dinge und vorallem Menschen, die wir vermissen. Aber das gibt es, egal wo wir leben, denn unsere Familien sind nunmal auf zwei Kontinenten verteilt.
Alles in allem ein sehr gutes Jahr. Mögen diesem noch viele weitere folgen~ So Gott will.

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Vergangenheit und Gegenwart

Immer, wenn ich auf Deutschlandbesuch bin, freue ich mich besonders,meine Mutter zu besuchen.
Zum einen natürlich wegen meiner Mutter,aber auch,wil ich die Gegend Ihres Zuhauses sehr mag, hab ich doch einen Großteil meiner Kindheit dort verbracht. Besonders die kleine feine Altstadt mag ich mit ihren kleinen Gassen, den alten Schiefernhäusern, den kleinen Geschäftchen,die noch Tradition und was persönliches haben, einfach alles da.
Es ist,als wäre man in einer anderen Welt, die weit entfernt von der heutigen Schnelllebigkeit ist. Freundlicher irgendwie,zumindest fühlt es dich so an.

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Frei wie ein Vogel

Nun bin ich schon seit längerem sozusagen auf Heimaturlaub,wobei Heimat für mich ganz klar Marokko ist.
Es ist schön mal wieder hier zu sein,schön liebgewonnene Menschen wiedersehen, aber…… ich empfinde eine Unruhe hier,ich kann,oder konnte es nicht zuordnen warum.
Natürlich trägt zu dieser Unruhe bei, dass drei meiner Mädchen nicht bei mir sind,und ich Sie sehr doll vermisse,aber es ist nicht nur das. Ich muss immer etwas tun, am besten draussen, egal was… Das kenne ich so nicht von mir, und mir ist klar geworden warum.
Ich habe es hier gemütlich aber ich ertrage diese Barriere zwischen drinnen und draußen nicht mehr. Zu Hause ist die Tür immer offen, und obwohl ich es immer als nervig empfunden habe, so merke ich jetzt,wie frei ich mich dadurch fühle, man lebt den Alltag nicht nur drinnen,sondern auch draußen. Sei es zum Gemüse oder Kräuter holen aus dem Garten, um zu schauen, wo die Kinder sind,oder einfach nur, um eine Pause zu machen, man ist ständig draußen. Am Wochenende fahren wir etwas weiter, ans Meer, oder in die Berge, um die Weite zu genießen….Frei wie ein Vogel sozusagen.
Und ich merke jetzt, wie dankbar ich für diese Weite,dieses immer draußen bin. Wi es mich dich immer genervt hat, die Tür immer offen zu haben, wünsche ich mich jetzt genau dahin, gerade wegen der offenen Tür….
Aber vorallem wegen meiner drei Mädchen

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Mal wieder….

Nicht, dass ich meinen blog vergessen hätte, so ist es wirklich nicht. Leider ist es auf dem Lande bei uns mit der Internetverbindung nicht so gut bestellt. Es ist alles so langsam,so dass es keinen Spass macht irgendwas schreiben zu wollen,andererseits mag ich meinen blog ja. Ich hoffe also auf Verbesserungen unserer internetanbieter ;)
Nun bin ich eine Woche in meiner alten Heimat gewesen, bzw. immernoch, aber bald geht es wieder zurück. Es war mal wieder schön, hier zu sein, Vorallem war es schön, Familie und andere liebgewonnene Menschen wieder zu sehen, da dies der einzige Wehmutstropfen für mich ist.
Es gab nie Zweifel an meiner oder eher unserer Entscheidung zu gehen, aber jetzt ist es mir einmal mehr bewusst geworden,WIE richtig es für uns war.
Dafür danke ich Gott.

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{Blick aus dem Fenster}

Da ich hier bei meiner Familie die einzige mit Auto bin, ja tatsächlich ist ein Auto hier nicht  unbedingt die Norm, verbringe ich, zumindest momentan, viel Zeit im Auto, ein Familienmitglied muss zum Arzt, ein anderes möchte eben schnell was besorgen….. An ganz verschiedenen Orten, mit ganz verschieden Eindrücken. Diese Eindrücke, und auch die Gedanken, die ich mir in dieser Zeit mache, versuche ich mit, {Blick aus dem Fenster} hier im blog festzuhalten.

Mein heutiger Blick aus dem Fenster ist ein ganz typischer Anblick in allen Städten in Marokko, ich muss sagen leider….

Es wird unwahrscheinlich viel gebaut hier, wie ich finde mehr, als Bedarf besteht, man merkt es schon jetzt, es wird ein Hochhaus nach dem anderen gebaut, ganz neue Stadtteile entstehen so. Die Wohnungen in den Stadtteilen lassen sich noch ziemlich gut verkaufen, während ganze bezugsfertige Siedlungen mit Haushälften leer stehen, da die Preise einfach viel zu hoch sind. Da bauen viele lieber Ihre Häuer selber, wobei manchmal ganz wunderschöne Villen draus entstehen.

So entstehen dann große Gegensätze. Zum einen eine schöne Strasse, in der nur Villen stehen, und daneben direkt ein unbebautes Grundstück, auf dem sich der Müll verteilt….

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Auch das ist leider typisch marokkanisch. Marokko hat noch nicht wirklich geschafft, das „Müllproblem“ was es hier zweifelsohne gibt zu lösen. Zwar sind die meisten Innenstädte sauber, ohh wie sauber wenn erst der König seinen Besuch ankündigt, aber die Vororte und die Dörfer haben überall Müll rumliegen, das liegt zum einen daran, dass es schlichtweg einfach keine Müllabfuhr gibt auf dem Land, und zum anderen daran, dass die Menschen nicht gelernt haben, was für Konsequenzen das unachtsame wegschmeißen von Müll hat.Oder es ist Ihnen egal, wie es um sie rum aussieht, hauptsache das eigene Haus ist sauber.

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hier in Hintergrund eine typisch nach marokkanischen Baustil gebaute unfertige Villa.Bild

Ich hoffe, dass sowohl der Bauboom als auch das Müllproblem bald der Vergangenheit angehört. Denn Marokko ist und bleibt ein ganz besonderes Fleckchen auf dieser Erde. mit vielen besonderen Orten. Von denen unter anderem jenmuna oder itto in Ihren blogs schon eindrucksvoll berichtet haben.

Nur mal kurz

Da man hier auf dem Lande immer viel zu tun hat,schaffe ich nicht viel zu schreiben hier.
Es gibt viel gut was mir besser gefällt als in meiner alten Heimat, und eines davon ist,dass hier jede Woche die Saat verlesen und zu frischen Vollkornmehl verarbeitet wird. So haben wir immer frisches (Bio) Mehl und viel Spass dabei…

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Es war einmal…

So fangen normalerweise Kindergeschichten an. Nicht so die von Astrid Lindgren.
Viele Geschichten von Ihr haben mich in meiner Kindheit begleitet. Da wären Ronja die Räubertochter,Madita,Pippi Langstrumpf,Lotta und viele mehr. Besonders freue ich mich,dass auch meine Kinder diese Geschichten lieben,sind Sie teilweise so “gewöhnlich“, warscheinlich gerade deshalb….Sie können sich mit,Lotta und Inga identifizieren.
So sind die Kinder aus Bullerbue auf unserem Nachttischchen nicht wegzudenken.